Wie richten Sie E-Mail auf iPhone oder Android ein?
Um E-Mail auf Ihrem Telefon einzurichten, wählen Sie IMAP, geben Ihre vollständige E-Mail-Adresse als Benutzernamen ein und verwenden den Servernamen aus Ihrem Kontrollpanel. Eingehende E-Mails laufen über Port 993 mit SSL/TLS, ausgehende über Port 465 mit SSL/TLS oder Port 587 mit STARTTLS. Klappt das Empfangen, aber das Senden nicht, fehlen fast immer der Benutzername und das Passwort beim Postausgangsserver.
Wählen Sie IMAP, nicht POP3
Die meisten Probleme entstehen durch eine einzige Entscheidung am Anfang. Mit IMAP bleiben Ihre E-Mails auf dem Server und Ihr Postfach sieht auf jedem Gerät gleich aus. Mit POP3 holt Ihr Telefon die E-Mails ab und löscht sie vom Server. Danach erscheinen sie nicht mehr auf Ihrem Computer, und E-Mails, die nur noch auf Ihrem Telefon liegen, stecken auch in keinem Backup des Servers.
Welche Daten Sie brauchen
- Ihre vollständige E-Mail-Adresse als Benutzername, also nicht nur den Teil vor dem @-Zeichen.
- Das Passwort des Postfachs. Kennen Sie es nicht mehr, legen Sie im Kontrollpanel ein neues Passwort für dieses Postfach fest.
- Den Servernamen für eingehende und für ausgehende E-Mails. Übernehmen Sie den Servernamen aus Ihrem Kontrollpanel buchstabengetreu.
- Eingehend: IMAP, Port 993, Sicherheit SSL/TLS.
- Ausgehend: SMTP, Port 465 mit SSL/TLS oder Port 587 mit STARTTLS, mit demselben Benutzernamen und demselben Passwort.
Testen Sie die Adresse und das Passwort zuerst im Webmail. Klappt die Anmeldung dort nicht, liegt der Fehler nicht in den Einstellungen Ihres Telefons.
Einrichten auf einem iPhone oder iPad
- Öffnen Sie die Einstellungen. In neueren iOS-Versionen tippen Sie auf Apps, dann auf Mail und dann auf Mail-Accounts. In älteren Versionen tippen Sie direkt auf Mail und dann auf Accounts.
- Tippen Sie auf Account hinzufügen, wählen Sie Andere und danach Mail-Account hinzufügen.
- Geben Sie Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, das Passwort und eine Beschreibung ein und tippen Sie auf Weiter.
- Wählen Sie oben IMAP.
- Tragen Sie beim Server für eintreffende E-Mails den Servernamen, Ihre vollständige E-Mail-Adresse als Benutzernamen und das Passwort ein.
- Tragen Sie beim Server für ausgehende E-Mails genau dieselben drei Angaben ein. Beim Benutzernamen und beim Passwort steht, dass sie optional sind. Füllen Sie sie trotzdem aus, sonst können Sie nachher empfangen, aber nicht senden.
- Tippen Sie auf Weiter. Das iPhone überprüft die Angaben. Lassen Sie Mail aktiviert und tippen Sie auf Sichern.
Die Ports kontrollieren Sie, indem Sie den Account noch einmal öffnen: unter Erweitert für eingehende E-Mails, unter SMTP beim primären Server für ausgehende E-Mails.
Einrichten auf Android
Auf den meisten Android-Geräten verwenden Sie die Gmail-App, auch für eine Adresse, die nicht von Gmail ist.
- Öffnen Sie Gmail, tippen Sie oben rechts auf Ihr Profilbild und wählen Sie die Option, ein weiteres Konto hinzuzufügen.
- Wählen Sie Sonstige.
- Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein, tippen Sie auf Weiter und wählen Sie Privat (IMAP).
- Geben Sie das Passwort ein.
- Bei den Einstellungen für den Posteingangsserver kontrollieren Sie den Benutzernamen, der Ihre vollständige E-Mail-Adresse sein muss, und tragen den Servernamen ein.
- Beim Postausgangsserver lassen Sie den Schalter eingeschaltet, der besagt, dass eine Anmeldung erforderlich ist, und tragen denselben Servernamen, denselben Benutzernamen und dasselbe Passwort ein.
- Wählen Sie die Synchronisierung und geben Sie dem Konto einen Namen.
Häufige Fehler
- Empfangen klappt, Senden nicht. Die Anmeldung für ausgehende E-Mails ist ausgeschaltet oder wurde leer gelassen. Tragen Sie beim Postausgangsserver dieselben Daten ein wie beim Posteingangsserver. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache.
- Nur der Teil vor dem @-Zeichen als Benutzername. Der Server erkennt Sie dann nicht und das Telefon fragt immer wieder nach dem Passwort.
- Ein Leerzeichen im Passwort. Wer das Passwort kopiert, nimmt oft unbemerkt ein Leerzeichen mit.
- Port und Sicherheit passen nicht zusammen. Port 465 gehört zu SSL/TLS, Port 587 zu STARTTLS. Vertauschen Sie die beiden, wartet das Telefon, bis die Verbindung abbricht.
- Eine Zertifikatswarnung wegklicken. Sie erscheint meistens, wenn Sie einen anderen Servernamen eintragen als den aus Ihrem Kontrollpanel: Das Zertifikat passt dann nicht zum Namen. Korrigieren Sie den Servernamen; akzeptieren Sie die Warnung nicht.
- Gesendete Nachrichten erscheinen nicht auf dem Computer. Das Telefon speichert sie dann lokal. Auf einem iPhone wählen Sie unter Erweitert beim Postfach für gesendete Nachrichten den Ordner auf dem Server.
Wenn Ihr Postfach voll ist
Mit IMAP bleibt alles auf dem Server liegen, und deshalb kann das Postfach mit der Zeit volllaufen. Bekommen Absender ihre Nachricht zurück, lesen Sie mein Postfach ist voll: was nun. Brauchen Sie nur eine zusätzliche Adresse, reicht vielleicht ein Alias: siehe Postfach oder Alias. Was zu E-Mail auf Ihrer eigenen Domain gehört, steht unter E-Mail-Hosting.
Häufig gestellte Fragen
Welche Ports verwende ich für IMAP und SMTP?
Für IMAP Port 993 mit SSL/TLS. Für SMTP Port 465 mit SSL/TLS oder Port 587 mit STARTTLS. Ohne Verschlüsselung geht Ihr Passwort lesbar über das Netzwerk.
Kann ich dieselbe Adresse auf meinem Telefon und auf meinem Computer verwenden?
Ja, solange beide mit IMAP arbeiten: Dann sehen sie dieselben Ordner und Nachrichten. Steht ein Gerät auf POP3, holt es dem anderen die E-Mails weg.
Mein Telefon fragt immer wieder nach dem Passwort. Was nun?
Melden Sie sich mit derselben Adresse und demselben Passwort im Webmail an. Klappt das nicht, legen Sie im Kontrollpanel ein neues Passwort fest. Klappt es, kontrollieren Sie den Benutzernamen und tippen Sie das Passwort neu ein, statt es einzufügen.
Klappt es nicht?
Teilen Sie uns über Kontakt mit, um welche E-Mail-Adresse es geht, welches Gerät Sie verwenden und welche Fehlermeldung Sie sehen. Schicken Sie niemals Ihr Passwort mit.
Läuft es bei Ihnen anders als oben beschrieben, oder bleiben Sie hängen? Nehmen Sie Kontakt auf und halten Sie Ihre Domain oder Kundennummer bereit, dann schauen wir gemeinsam nach.
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