Webhosting umziehen ohne Ausfallzeit

Eine Website umzuziehen muss keine Ausfallzeit bedeuten — vorausgesetzt, Sie halten die Reihenfolge ein. Die Website wird zuerst vollständig auf den neuen Server gesetzt und dort getestet; erst wenn alles funktioniert, richten Sie den DNS auf die neue Umgebung. Zwischen diesen beiden Momenten läuft die alte Website einfach weiter.

Wer den DNS als ersten Schritt umstellt, ist garantiert eine Weile nur halb online. Nachfolgend lesen Sie die richtige Reihenfolge, und wo es in der Praxis am häufigsten schiefgeht.

So läuft ein Umzug ab

Fünf Schritte. Nur der letzte ist für Ihre Besucher sichtbar, und der dauert am kürzesten.

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Inventar und Zugänge sammeln

Was läuft genau: welches CMS, wie viele Websites, wie viele Mailboxen, welche Datenbanken? Sammeln Sie gleich die Zugänge zu Ihrem aktuellen Hosting und zu der Stelle, an der Ihr Domainname verwaltet wird. Fehlende Zugangsdaten sind in der Praxis die häufigste Ursache für Verzögerungen — fragen Sie sie rechtzeitig an.

2

TTL der DNS-Einträge senken

Setzen Sie einige Tage vor dem Umzug die TTL Ihrer DNS-Einträge niedriger, zum Beispiel auf 300 Sekunden. Die TTL bestimmt, wie lange der Rest des Internets Ihre alten Daten speichert; senken Sie sie im Voraus, ist die spätere Umstellung eine Sache von Minuten statt Stunden.

3

Dateien, Datenbank und Mailboxen übertragen

Der gesamte Webspace und die Datenbank werden auf den neuen Server kopiert, und die Mailboxen werden dort schon angelegt. Ihre alte Website bleibt derweil einfach online — für Besucher ändert sich noch nichts.

4

Testen, bevor etwas umgestellt wird

Die Website wird auf dem neuen Server getestet, ohne dass der DNS bereits geändert ist. Funktioniert der Bestellprozess, kommen Formulare an, sind die Bilder da, läuft das CMS auf der richtigen PHP-Version? Was sich hier als fehlerhaft erweist, kostet nichts — nach der Umstellung schon.

5

DNS umstellen und nachprüfen

Erst jetzt richten Sie den DNS auf die neue Umgebung. Durch die gesenkte TTL geht das schnell. Danach wird geprüft, ob https funktioniert, ob keine Fehlerseiten entstanden sind und ob noch Mails auf dem alten Server eingehen, die abgeholt werden müssen.

Die Falle: E-Mail

Websites ziehen selten schief um — E-Mails schon. Der Grund ist, dass Mails während der Umstellung weiter eingehen und Nachrichten in dieser Zeit noch auf dem alten Server landen können. Deshalb werden die Mailboxen vor der DNS-Änderung angelegt, und nach der Umstellung wird noch abgeholt, was auf dem alten Server gelandet ist.

Arbeiten Sie mit IMAP, liegen Ihre Mails auf dem Server und der Inhalt lässt sich übertragen. Arbeiten Sie mit POP3, liegen Ihre Mails bereits lokal auf Ihrem eigenen Gerät und ziehen nicht mit um — sorgen Sie dann dafür, dass Sie diese lokalen Maildateien selbst sicher aufbewahren.

Über E-Mail-Hosting Domainname umziehen

Was Sie nach dem Wechsel bekommen

Belgisches Rechenzentrum — Ihre Website und Ihre Besucherdaten bleiben in Belgien
Kostenloses SSL-Zertifikat, automatisch verlängert
Tägliches Backup von Dateien und Datenbank
DDoS-Schutz auf Netzwerkebene
Ihre PHP-Version selbst wählen, pro Website
Niederländischsprachiger Support von denen, die die Server verwalten

Häufige Fragen zu einem Hostingumzug

Ja, wenn die Reihenfolge der Schritte eingehalten wird. Die Website wird zuerst vollständig auf dem neuen Server eingerichtet und dort getestet; erst wenn alles funktioniert, lassen Sie das DNS auf die neue Umgebung zeigen. Dazwischen läuft die alte Website einfach weiter, und die Besucher merken nichts.
Das Übertragen und Testen ist meist eine Sache von Stunden. Danach folgt die DNS-Änderung: Sie verbreitet sich im Internet, und das kann bis zu 48 Stunden dauern, je nach der TTL, die auf Ihren Einträgen eingestellt ist. Senken Sie diese TTL einige Tage vorher, dann geht es schneller.
Zugang zu Ihrem aktuellen Hosting (FTP oder Control Panel) und zu Ihrer Datenbank sowie zu der Stelle, an der Ihr Domainname verwaltet wird, um das DNS ändern zu können. Wenn Sie diese Zugänge nicht mehr haben, fragen Sie sie rechtzeitig bei Ihrem aktuellen Anbieter an: Das ist in der Praxis die häufigste Ursache für Verzögerungen.
Das erfordert Aufmerksamkeit, denn E-Mail ist der Teil, der bei einem Umzug am häufigsten schiefgeht. Legen Sie die Postfächer auf dem neuen Server vor der DNS-Änderung an und holen Sie anschließend ab, was noch auf dem alten Server eingegangen ist. Bei IMAP lässt sich der Inhalt übertragen; bei POP3 liegen Ihre E-Mails bereits lokal.
Nicht unbedingt. Hosting und Domainname sind unabhängig voneinander: Sie können Ihre Domain lassen, wo sie ist, und nur das DNS auf uns zeigen lassen. Wenn Sie lieber alles an einem Ort haben, kann der Domainname ebenfalls umziehen.
In der neuen Umgebung erhalten Sie ein kostenloses SSL-Zertifikat, das automatisch erneuert wird. Wenn Sie ein laufendes kostenpflichtiges Zertifikat haben, lässt es sich meist auf dem neuen Server neu ausstellen; sagen Sie uns Bescheid, dann sehen wir es uns an.
Wenn die URLs gleich bleiben, ändert sich für Suchmaschinen nichts Wesentliches: Es ist dieselbe Website an einer anderen Adresse. Achten Sie aber darauf, dass die Website nach dem Umzug über https erreichbar bleibt und keine Fehlerseiten entstehen; das sind die Dinge, die tatsächlich eine Auswirkung haben.
Kontaktieren Sie uns mit Ihrem Domainnamen und dem, was aktuell läuft (CMS, Anzahl der Websites, Postfächer): Wir sehen gemeinsam, was nötig ist und wer welchen Teil übernimmt.
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