Was ist der Unterschied zwischen Domainname und Hosting?
Ein Domainname ist die Adresse Ihrer Website und Ihrer E-Mail, das Hosting ist der Server, auf dem die Website und die Postfächer tatsächlich liegen. Es sind zwei getrennte Dienste, jeder mit eigenem Vertrag und eigenem Ablaufdatum. Sie können beide beim selben Anbieter nehmen oder bei zwei verschiedenen, und Sie können sie unabhängig voneinander umziehen. Was sie miteinander verbindet, sind die Nameserver und die DNS-Einträge Ihres Domainnamens.
Drei Bausteine, nicht zwei
- Der Domainname ist der Name, den Menschen eintippen und der hinter dem @-Zeichen Ihrer E-Mail-Adresse steht. Sie kaufen ihn nicht, Sie registrieren ihn jahresweise über einen Registrar. Der Name selbst sagt nichts darüber aus, wo Ihre Website läuft.
- Das Hosting ist der Platz auf einem Server, auf dem die Dateien und die Datenbank Ihrer Website liegen. Ohne Hosting existiert der Domainname zwar, aber es gibt nichts zu sehen.
- Die E-Mail besteht aus Postfächern unter Ihrer eigenen Domain. Meist liegen sie beim Hosting, sie können aber auch bei einem separaten Dienst liegen, etwa bei Microsoft 365 oder Google Workspace. Bei WWW4 gehören die Postfächer zum Hostingpaket; ein eigenständiges E-Mail-Paket gibt es nicht. Mehr dazu unter E-Mail-Hosting.
Nameserver: das Bindeglied zwischen beiden
Für jeden Domainnamen sind Nameserver eingetragen. Auf diesen Nameservern liegen die DNS-Einträge: Der A-Eintrag verweist Ihre Website auf die IP-Adresse des Hostings, die MX-Einträge legen fest, welcher Server Ihre E-Mails annimmt.
Daraus ergeben sich zwei Wege, eine Website umzuziehen, ohne dass der Domainname selbst den Anbieter wechselt. Sie ändern nur den A-Eintrag, dann bleibt alles andere bestehen, auch die E-Mail. Oder Sie ändern die Nameserver, dann übernimmt der neue Anbieter sämtliche Einträge. In diesem zweiten Fall müssen alle bestehenden Einträge vorher beim neuen Anbieter angelegt sein, sonst steht Ihre E-Mail still. Lesen Sie die Nameserver Ihrer Domain ändern, bevor Sie damit beginnen.
Was Sie getrennt kaufen und umziehen können
- Nur einen Domainnamen. Das geht, etwa um einen Namen für später zu sichern. Der Name ist dann auf Sie registriert, zeigt aber noch keine Website.
- Nur Hosting. Ihr Domainname bleibt bei Ihrem bisherigen Registrar, und Sie lassen das DNS auf das neue Hosting zeigen.
- Nur den Domainnamen umziehen. Dafür fordern Sie bei Ihrem bisherigen Registrar einen Transfercode an. Website und E-Mail bleiben, wo sie sind, solange die DNS-Einträge dieselben bleiben. Wie das abläuft, lesen Sie unter Domain umziehen.
- Nur das Hosting umziehen. Zuerst übertragen Sie die Website und die Postfächer und testen alles, erst danach passen Sie das DNS an. Die Schritte stehen unter Webhosting umziehen.
Ziehen Sie beides um, dann tun Sie es in zwei Schritten mit einigen Tagen Abstand. Geht etwas schief, wissen Sie sofort, welche Änderung die Ursache ist.
Was passiert, wenn der Domainname verfällt
Ihre Website und alle Ihre E-Mail-Adressen fallen gleichzeitig aus, auch wenn das Hosting bezahlt ist und auf dem Server noch alles an seinem Platz liegt. E-Mails an Ihre Adressen kommen nicht mehr an. Nach dem Ablaufdatum folgt eine Frist, in der nur Sie als bisheriger Inhaber den Namen noch wiederherstellen lassen können; bei einem .be-Domainnamen ist das eine Quarantäne von 40 Tagen. Danach wird der Name frei, und jeder kann ihn registrieren. Wie Sie das vermeiden, steht in wie Sie verhindern, dass Ihr Domainname verfällt.
Was passiert, wenn das Hosting ausläuft
Der Domainname gehört weiter Ihnen, zeigt aber auf einen Server, auf dem nichts mehr liegt. Die Website ist nicht erreichbar, und die Postfächer nehmen keine E-Mails mehr an. Nach einiger Zeit löscht der Anbieter die Dateien, die Datenbank und die Postfächer; wie lange das dauert, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Sorgen Sie also dafür, dass Sie selbst eine Kopie Ihrer Website und Ihrer E-Mails haben, bevor Sie einen Hostingvertrag auslaufen lassen.
Die klassischen Fehler
- Das Hosting kündigen, während der Domainname im selben Vertrag steckt. Bei manchen Anbietern verfällt der Name dann mit. Sehen Sie auf Ihrer Rechnung oder in Ihrem Kundenkonto nach, wo der Domainname registriert ist, bevor Sie etwas kündigen.
- Die Nameserver ändern und die E-Mail vergessen. Die Website funktioniert, aber die MX-Einträge wurden nicht mit übernommen, und es kommt keine E-Mail mehr an.
- Annehmen, dass ein Umzug des Hostings den Domainnamen mitnimmt. Das ist nicht so. Die Verlängerungsrechnung für den Namen kommt weiter vom alten Registrar, bis Sie den Namen selbst umziehen.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich Domainname und Hosting beim selben Anbieter nehmen?
Nein. Technisch funktioniert es bei zwei Anbietern genauso gut. Alles bei einem Anbieter ist allerdings einfacher: eine Rechnung, ein Ansprechpartner, und Sie müssen keine DNS-Einträge selbst auf einen anderen Anbieter zeigen lassen.
Gehört meine E-Mail zum Domainnamen oder zum Hosting?
Von sich aus zu keinem von beiden. Die MX-Einträge Ihres Domainnamens bestimmen, wo Ihre E-Mails ankommen. Meist ist das das Hosting; nutzen Sie Microsoft 365 oder Google Workspace, dann zeigen sie auf diesen Dienst.
Wie sehe ich, wo mein Domainname und mein Hosting liegen?
Den Registrar finden Sie auf der Verlängerungsrechnung des Domainnamens oder über eine WHOIS-Abfrage Ihrer Domain: Dort stehen der Registrar und die Nameserver. Das Hosting erkennen Sie an der Rechnung für das Hostingpaket und an der IP-Adresse, auf die der A-Eintrag zeigt.
Klappt es nicht?
Wissen Sie nicht, wo Ihr Domainname oder Ihr Hosting liegt, oder möchten Sie eines von beiden ohne Unterbrechung umziehen? Teilen Sie uns Ihren Domainnamen über Kontakt mit, dann sehen wir uns das gemeinsam mit Ihnen an.