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Wie viel Webspace brauche ich?

Für eine gewöhnliche Unternehmenswebsite oder einen Blog reicht fast immer das kleinste Hostingpaket: Die meisten dieser Websites bleiben unter einem Gigabyte. Platz belegen nicht Ihre Texte, sondern Ihre Bilder, die Backups, die Sie selbst auf dem Hosting liegen lassen, und vor allem Ihre Postfächer. Zählen Sie Website, Datenbank und Postfächer zusammen, rechnen Sie die Hälfte für Wachstum dazu, und Sie wissen, welches Paket Sie brauchen. Die Pakete finden Sie unter Hosting-Preise.

Was zu Ihrem Webspace zählt

  • Die Dateien der Website. Das CMS selbst, das Theme und die Plugins. Eine frische WordPress-Installation wiegt einige Dutzend Megabyte; mit einem Pagebuilder und einer Reihe von Plugins werden daraus schnell ein paar hundert.
  • Die Medien. Bilder, PDF-Dateien und Videos. Bei fast jeder Website ist das der größte Teil.
  • Die Datenbank. Ihre Texte, Einstellungen, Bestellungen und Kommentare. Meist einige Dutzend Megabyte, bei einem gut besuchten Onlineshop mehr. Ob die Datenbank zum Webspace gezählt wird oder ein eigenes Limit hat, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden.
  • Die Postfächer. Alle E-Mails, die auf dem Server liegen bleiben, samt Anhängen, auch in den Ordnern mit gesendeten und gelöschten Nachrichten.
  • Alles, was drumherum wächst. Logdateien, Cache-Ordner, Backups, die ein Plugin auf dem Hosting selbst ablegt, und alte Kopien der Website.

So schätzen Sie Ihren Verbrauch ein

Haben Sie bereits eine Website, dann messen Sie, statt zu raten.

  1. Öffnen Sie das Kontrollpanel Ihres jetzigen Hostings und suchen Sie die Übersicht zur Speicherbelegung. Dort steht die Gesamtsumme und meist auch die Aufteilung auf Website, Datenbanken und E-Mail.
  2. Sehen Sie nur eine Gesamtsumme, prüfen Sie im Dateimanager oder per FTP, wie groß die Ordner sind. Bei WordPress ist das vor allem der Ordner wp-content/uploads.
  3. Sehen Sie in phpMyAdmin nach, wie groß die Datenbank ist: Die Größe steht pro Tabelle und unten als Summe.
  4. Zählen Sie die Postfächer zusammen. Die Größe je Postfach steht im Kontrollpanel oder im Webmail.
  5. Rechnen Sie die Hälfte für das Wachstum der kommenden Jahre dazu.

Haben Sie noch keine Website, rechnen Sie so. Ein Foto, das für das Web verkleinert wurde, wiegt 100 bis 300 Kilobyte. WordPress legt von jedem Upload automatisch einige kleinere Versionen an, rechnen Sie also mit etwa dem Doppelten pro Bild. Fünfhundert Fotos kommen so auf 100 bis 300 Megabyte. Ein Foto, das direkt vom Telefon oder von der Kamera kommt, wiegt 3 bis 8 Megabyte: schnell das Zwanzigfache. Der Unterschied zwischen einem kleinen und einem großen Paket liegt also fast vollständig darin, wie Sie Ihre Bilder anliefern. Wie Sie das angehen, lesen Sie in Bilder für Ihre Website optimieren.

Was unbemerkt Platz frisst

  • Backups auf dem Hosting selbst. Ein Backup-Plugin, das jede Woche eine vollständige Kopie in einen Ordner der Website legt, verdoppelt Ihren Verbrauch in wenigen Wochen. Lassen Sie das Plugin nur ein paar Kopien aufbewahren, oder bewahren Sie sie woanders auf.
  • Alte Kopien. Ein Ordner mit der vorigen Version der Website, eine Testumgebung von vor zwei Jahren, eine ZIP-Datei von einem Umzug.
  • Logdateien. Das Fehlerprotokoll eines Plugins, das bei jedem Besuch eine Warnung wegschreibt, kann Hunderte Megabyte groß werden.
  • E-Mail. Wer mit IMAP arbeitet und nie aufräumt, braucht nach einigen Jahren mehr Platz für E-Mails als für die Website. Siehe mein Postfach ist voll.

Was passiert, wenn der Platz aufgebraucht ist

Ein volles Hosting bemerken Sie nicht an einer langsamen Website, sondern an Dingen, die plötzlich nicht mehr gelingen: Ein Bild lässt sich nicht hochladen, ein Update bleibt mittendrin hängen, Postfächer verweigern neue Nachrichten. Was Sie dann zuerst tun, steht in was passiert, wenn Ihr Hosting voll ist.

Wann ein größeres Paket sinnvoll ist

Liegen Sie nach dem Aufräumen noch immer über achtzig Prozent Ihres Platzes, oder wächst Ihr Verbrauch jeden Monat durch neue Produkte, Fotos oder E-Mails, dann nehmen Sie eine Nummer größer. Achten Sie dabei nicht nur auf die Megabyte. Ein größeres Paket bringt in der Regel auch mehr PHP-Speicher, und der ist bei Pagebuildern und Onlineshops häufiger die eigentliche Grenze als der Speicherplatz. Eine Website, die Fehlermeldungen zum Arbeitsspeicher ausgibt, reparieren Sie nicht mit mehr Webspace.

Wann ein VPS sinnvoll ist

Selten allein wegen des Platzes. Ein VPS wird sinnvoll, wenn Sie Dutzende Gigabyte brauchen, etwa für ein großes Archiv mit Bildmaterial oder Dokumenten, oder wenn Sie neben Platz auch eigene Software oder fest zugewiesenen Arbeitsspeicher benötigen. Bei einem Managed VPS wählen Sie Arbeitsspeicher und Speicherplatz selbst. Den Unterschied zum Shared Hosting lesen Sie unter was ist ein VPS.

Häufig gestellte Fragen

Ist Webspace dasselbe wie Datenverkehr?

Nein. Webspace ist das, was auf dem Server liegt. Datenverkehr ist das, was Besucher pro Monat abrufen. Eine kleine Website mit vielen Besuchern braucht wenig Platz und viel Datenverkehr.

Wie viel Platz braucht ein Onlineshop?

Das hängt von der Zahl der Produktfotos ab, nicht von der Zahl der Produkte. Rechnen Sie pro Foto mit 200 bis 600 Kilobyte, die verkleinerten Versionen eingerechnet. Tausend Produkte mit je drei Fotos kommen so auf 0,6 bis 1,8 Gigabyte.

Wie sehe ich, wie viel Platz ich derzeit belege?

Im Kontrollpanel Ihres Hostings. Bei WWW4 öffnen Sie dieses Panel aus dem Kundenportal heraus. Sehen Sie ein paar Mal im Jahr nach, dann sehen Sie das Wachstum kommen und nicht erst die Fehlermeldung.

Klappt es nicht?

Wissen Sie nicht, welches Paket zu Ihrer Website passt? Teilen Sie uns über Kontakt Ihren Domainnamen und Ihr Vorhaben mit, dann sagen wir Ihnen, was ausreicht.

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